Kapitel 1: Die Kompaktkamera

auch für Kompaktkameras!

Kapitel 1: Die Kompaktkamera

Beitragvon rst » Sa 3. Jul 2010, 11:01

Betrachten wir uns zu Beginn des Kurses unser Handwerkszeug etwas näher. Kompaktkamera. Was macht so eine Kompaktkamera eigentlich aus?

Kompaktkamera

Als Kompaktkameras werden Fotoapparate bezeichnet, die sich durch relativ geringes Gewicht und geringe Größe auszeichnen.

In analogen Zeiten handelte es sich dabei um Sucherkameras, während fast alle modernen Digitalkameras wegen verschiedener Nachteile (Paralaxenfehler im Nahbereich (d.h. das Bild im Sucher ist gegenüber der Aufnahme versetzt), Anpassung des Sucherbildes beim zoomen, Platzbedarf) auf einen Sucher verzichten und das Vorschaubild auf einem großen LCD-Monitor hoher Auflösung anzeigen, der üblicherweise den weit überwiegenden Teil der Kamerarückseite einnimmt.

Der Monitor dient dabei nicht nur als Sucherersatz, sondern auch zum Anschauen bereits aufgenommen Bilder, der Festlegung des Bildausschnittes, zur Darstellung der Menüs, sowie zur Kontrolle der Kameraeinstellungen direkt vor der Aufnahme. Als Objektive finden heute fast ausschließlich Zoomobjektive Verwendung. Hier reicht die Auswahl vom 3-fach Zoom bis zum 12-fach Zoom. Die Objektive sind fest verbaut und somit nicht wechselbar. Zur Ausstattung gehört üblicherweise auch ein eingebautes Blitzlicht.

Ihre enorme Verbreitung verdanken die digitalen Kompaktkameras dem gegenüber Spiegelreflexsystemen in der Regel deutlich niedrigeren Preis, sowie der besonders einfachen Handhabung. Nahezu alle aktuellen Kompaktkamera sind heute mit vielfältigen Automatiken ausgestattet, die dem Benutzer fast alles abnehmen. Oftmals sind diese Automatiken nicht vollständig abschaltbar.

Weitere Kritikpunkte an dieser Kameraklasse sind die kleinen Bildsensoren die in Zusammenhang mit den heute üblichen Pixelzahlen zum Rauschen neigen, die zum Teil recht lange Auslöseverzögerung, sowie der zum Teil erhebliche Energiehunger der Geräte. Auch sind Kompaktkameras nur sehr beschränkt erweiterbar, wenn überhaupt.


Aus der Beschreibung lässt sich ableiten, dass aktuelle digitale Kompaktkameras viele Gemeinsamkeiten haben. Das ist gut so, denn sonst würde ein Kurs wenig Sinn ergeben.

In den vergangen Jahren hat sich auch die Bedienung der Kameras weitgehend angeglichen. Da der Monitor sehr viel Platz einnimmt und die Hersteller inzwischen eingesehen haben, das auch bei noch so kleinen Tasten die Finger einfach nicht kleiner werden, arbeiten die Kameras heute mit Menüsteuerungen, Cursortasten (links, rechts, rauf, runter) und wenigen anderen Tasten.

Schauen wir uns doch die äußeren Bedienelemente einfach gemeinsam an. Betrachten wir dazu eine Kompaktkamera zunächst von vorne:

[align=center]Bild[/align]

Sofort ins Auge fallen Objektiv (hier eingefahren und verschlossen) und Blitzlicht. Bei Kameras die Bewegtbilder aufnehmen können, findet man typischwerweise ein Mikrofon auf der Vorderseite. Auf der Unterseite und daher hier nur zu erahnen, eine Klappe hinter der Akku und Speicherkarte Platz finden sowie das Stativgewinde, in das auf unseren Bildern ein sogenanntes Gorillapod Stativ eingeschraubt ist.

Von oben sehen wir:

[align=center]Bild[/align]

Der Ein- /Ausschalter tut genau das. Er schaltet die Kamera ein oder aus. Oft wird beim Einschalten gleichzeitig das Objektiv ausgefahren und die Objektivschutz zurückgezogen. Das Ausschalten erfolgt über den gleichen Schalter oder die Kamera schaltet nach einer vorgegebenen Zeit automatisch ab, wenn keine Bedienung erfolgt.

Der Auslöseknopf, das wichtigste Bedienelement überhaupt, ist heute fast durchweg zweistufig ausgelegt. Leicht gedrückt aktiviert er die Scharfstellung, durchgedrückt löst er (meistens) aus.

Die hier gezeigte Kamera verfügt über einen elektronischen Verwacklungsschutz, der hilft auch bei grenzwertigen Belichtungszeiten noch scharfe Bilder zu bekommen. Mit der dritten Taste auf der
Oberseite lässt sich diese Funktion ein- und ausschalten, zum Beispiel für Aufnahmen vom Stativ.

An einer Seite, durch eine weitere Klappe verdeckt, ist ein Mini USB-Anschluss installiert, mit dessen Hilfe die Kamera mit anderen USB-Geräten (PC, Drucker) kommunizieren kann, oder über einen Adapter Fernsehbild und Ton ausgegeben werden.

Die Rückseite:
[align=center]Bild[/align]

Hier fällt sofort der große LCD-Monitor ins Auge, der mehr als die Hälfte der Rückseite einnimmt. Mit dem Moduswahlrad wird zwischen Aufnahme, Wiedergabe sowie anderen Optionen umgeschaltet. Bei dieser Kamera sind beispielsweise diverse Belichtungsprogramme, ein Filmmodus und ein Modus mit Bedienungshinweisen anwählbar.

Über die Zoomwippe verstellt man den Blickwinkel des Objektivs. Bei digitalen Kompaktkameras ist dies oft nur in Stufen möglich. Die LED Schreibanzeige blinkt, während die Kamera schreibend auf die Speicherkarte zugreift, um ein gerade aufgenommenes Bild abzuspeichern oder ein bereits gespeichertes zu löschen. In dieser Zeit können viele Kameras nur eingeschränkt bedient werden. Oft kann zum Beispiel nicht ausgelöst werden.

Die Bedientastenfelder können je nach Kameramodell sehr variieren. Typisch sind jedoch die sog. Cursortasten (links, rechts, rauf,runter) für die Navigation im Menü sowie eine Taste zum Aufruf eben dieses Menüs.

Habt Ihr an Eurer Kamera alle Elemente gefunden?
Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger aber doch reichlich primitiver Legenden. >>Albert Einstein 1954<<
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