3.7 - Ebenenmaske

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3.7 - Ebenenmaske

Beitragvon Hans » So 12. Dez 2010, 10:38

Einige Forenuser werden meinen Spruch
Radiergummi, Zauberstab und magnetische Schere sollte man für GIMP Anfänger mit Tipp-Ex übermalen


kennen. Das Radiergummi ist ein zerstörerisches Werkzeug. Einmal ausgeführt, kann nichts mehr korrigiert werden, es sei denn man macht es sofort. Wesentlich effektiver ist es da, mit einer Ebenenmaske zu arbeiten, weil diese jederzeit editiert werden kann. Dazu muss man aber sein Bild natürlich immer im Format .xcf, .xcf.gz oder .xcfgz abspeichern.

Für die Einleitung greifen wir auf die anhängende Arbeitsvorlage zurück. Lade sie herunter, entpacke sie und öffne sie mit The GIMP. Wechsele in den Ebenendialog. Der sollte jetzt so aussehen:

Bild

Wir habe jetzt folgende Elemente in der Ebenenverwaltung
  1. Ebene mit dem Originalbild
  2. Ebene, welche in Teilen eineblendet werden soll
  3. Ebenenmaske zur Ebene "Arbeitsebene"
  4. Menüleiste der Ebenenverwaltung mit den Schaltknöpfen
    • neue Ebene erstellen
    • aktive Ebene um eine Position nach oben schieben
    • aktive Ebene um eine Position nach unten schieben
    • Ebene duplizieren
    • Schwebende Auswahl verankern
    • aktive Ebene löschen

Zu Punkt 1

Dieses ist das Originalbild / -ebene. Diese Ebene erscheint, sobald Teile aus der Arbeitsebene ausgeblendet werden. Diese Ebene muss einen Alphakanal haben. Das die Ebene einen Alphakanal hat, erkennt man daran, dass sie nicht fett gedruckt wird.

Zu Punkt 2

Diese Ebene enthält die Elemente, welche ganz oder teilweise angezeigt werden sollen. Teilweise bezieht sich nicht nur auf räumliche Begrenzung, sondern kann auch als Überblendung verstanden werden.

Zu Punkt 3

Dieses ist die Ebenenmaske. Mit ihr gesteuert, was aus der Ebene ein- oder ausgeblendet werden soll. Dieses Element kennt nur die Farben weiß, schwarz und Graustufen. Alle Bereiche der Ebenenmaske, welche weiß sind, blenden den entsprechenden Bereich der Ebene im Bild ein. Schwarze Bereiche blenden aus und Graustufen blenden teilweise ein, je heller der Bereich ist, desto mehr wird eingeblendet.

Zu Punkt 4

Mit den Elementen kann man neue Ebenen bearbeiten (erstellen, verschieben, löschen). Sie werden in dieser Abhandlung nicht weiter besprochen.


Wenden wir uns der Ebenenmaske zu. Die Arbeitsebene besteht aus dem Bildelement und der Ebenenmaske. Wenn wir jetzt auf dieser Ebene arbeiten, dann müssen wir immer darauf achten, welches dieser Elemente aktiv ist. Die Aktivität wird durch einen weißen Rahmen um das jeweilige Element angezeigt. Das ist natürlich etwas unglücklich, wenn dase Bild oder die Ebenenmaske überwiegend weiß sind, lässt sich aber nuneinmal nicht ändern.

Aktivieren wir die Ebenenmaske und zeichnen mit einem schwarzen Pinsel darauf herum, dann stellen wir fest, dass nun die untere Ebene überall da durchscheint, wo wir schwarze Farbe auf die Ebenenmaske aufgetragen wurde.

Bild

Ich habe hier mit ungelenker Hand einmal den Schriftzug GIMP Atelier aufgetragen. Jetzt sollte das Grundprinzip der Ebenenmaske schon klar sein.

Man kann eine Ebenenmaske auch deaktivieren. Dazu aktiviert man in der Ebenenverwaltung die Ebenenmaske und ruft mit einem rechten Mausklick das Kontexmenü auf. Durch anklicken von Ebenenmaske deaktivieren wird die Steuerung dieser Maske ein- oder ausgeschaltet. Deaktivierte Ebenenmasken haben in der Ebenenverwaltung einen roten Rahmen.

Und wer die Ebenenmaske sehen möchte, kann auch dieses tun. Über das Kontexmenü ruft man den Punkt Ebenenmaske anzeigen auf. Nun wird nur die Ebenenmaske angezeigt, sofern sie von anderen Ebenen nicht verdeckt wird. Ebenenmasken im Anzeigemodus werden in der Ebenenverwaltung mit grünem Rahmen dargestellt. Man kann diese Anzeige auch am Bildschirm bearbeiten, wobei man natürlich nicht die Wirkungsweise der Maske sofort sieht. Ein erneuter Aufruf Ebenenmaske anzeigen im Kontexmenü schaltet die Anzeige wieder aus.

Wir stellen den ursprünglichen Zustand der Arbeitsvorlage wieder her. Wie schon erwähnt, können wir in der Ebenenmaske nur schwarz, weiß und grau in der Ebenenmaske arbeiten. Was passiert nun, wenn wir einen Farbverlauf aufbringen? Stelle dazu die Vordegrund- / Hintergrundfarbe auf schwarz/weiß, aktiviere das Farbverlaufstool mit dem VG nach HG (RGB. Aktiviere die Ebenenmaske und ziehe den Linearen Farbverlauf einmal diagonal über das Bild. Jetzt solltest du in etwa dieses Bild sehen

Bild

Wir stellen den Originalzustand des Bildes wieder her und versuchen uns nochmals mit Farbverläufen. Diesesmal werden wir GIMP aber ärgern, weil wir einen Farbverlauf mit transparentem Bereich nehmen. Ich wählte den Farbverlauf GIMP Atelier 2 aus den WIL - Lex Grundlagen Farbverlauf erstellen. Der Modus des Farbverlaufs steht auf Normal und die Form auf spiralförmig. Jetzt einfach mehrfach einen spiralförmigen Farbverlauf auf die Ebenenmaske ziehen und fertig. Es ist festzustellen, dass die transparenten Bereiche des Farbverlaufs keine Auswirkung auf die Ebenenmaske hatten, also nict mit weiß oder schwarz gefüllt wurden. Mein Ergebnis war dieses:

Bild

Und so könnte ich jetzt noch unzählige Beispiele bringen. So kannst du auf einer Ebene mit Foto die Ebenenmaske schwarz weiß einfärben, dann um eine Person einen kreis ziehen, die Auswahl aufheben und die Ebenenmaske extrem weichzeichnen. Dann die Farben invertieren und fertig ist die Ausblendung.

Du kannst zwei mehr oder weniger unifarbene Ebenen erstellen. Als Ebenenmaske verwendest du ein S/W Foto.

Wenn man Bereiche in einem Foto freistelt, dann erscheinen die Kanten unnatürlich hart zu sein. Zeichne die Ebenenmaske vorsichtig (wenige Pixel) weich und schon ist das Problem behoben.

Den Rest überlasse ich jetzt eurer Fantasie.
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