PSPI: Photoshop plug-ins in GIMP integrieren
Jetzt auch für Linux!



PSPI - Photoshopfilter in GIMP
29.Mai 2011 ©Chris Barharn aka Avarra

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Der Autor der Seite PSPI hat mir die Erlaubnis erteilt, diese Beschreibung für PSPI für das Gimp-Atelier ins Deutsche zu übersetzen. Vielen Dank an Tor Lillqvist

pspi-prev.jpg In diesem Gimp Tutorial möchte ich dir zeigen, wie du das PSPI Plug-In installierst und wie es in Gimp hineinkommt. Dies ist jetzt eine rein theoretische Abhandlung ohne Schnick-Schnack.

PSPI

PSPI ist ein GIMP plug-in welches über einen dritten Weg (3rd-Party-Filter) Photoshop plug-ins als Filter in Gimp lädt. Die erste Version wurde im Jahre 2001 ins Netz gestellt - sie war nur für Windows User. Welche Freude, als sie im Jahre 2006 auch den Linuxnutzern zugänglich gemacht wurde. Jetzt läuft dieses Plug-In auch für die Linux Nutzer. All diese Zeit, war sie nötig um es für jeden unter Wine zum Laufen zu bekommen? Aber es bestand keine Nachfrage. Sonst würde es wohl schon einige Jahre auf Linux laufen. Vielen Dank an Mukund, das er es auf Linux zum zum Laufen bekommen hat.

Wo kann man gute Photoshop Plug-ins oder Filter finden?

Google ist dein Feind. Du findest zeitlich begrenzte oder funktional eingeschränkte Demo-Versionen kommerzieller Filter und "Freeware"-Filter. Ein großer Teil der 3rd-Party-Filter, die du im Netz finden kannst, sind meistens Mist und machen nichts besonderes spannendes, was Gimp nicht auch schon selbst kann. 

Es gibt allerdings einige Ausnahmen. Ich denke, daß zum Beispiel viele Filter von Flaming Pear hoch angesehen werden. Du findest zeitlich begrenzte Demo-Versionen und einige "Giveaway" die voll funktionsfähig sind und du kannst sie dir von deren Webseite herunter laden. 

Einige Magazine, die sich mit Computer Arts beschäftigen, kommen mit einer "Cover CD-Rom" heraus und haben oft auch kommerzielle Photoshop-Filter auf der CD-ROM. Du kannst z.B. eine ältere Version der Filter nehmen, als das du den vollen Preis dafür bezahlen mußt.

Der Photoshop plug-in Filter (für die Windows Version von Photoshop, das ist die, über die wir hier gerade sprechen) ist eine reguläre (32-bit) Windows DLL und wird dynamisch in den Plug-in Prozess geladen. Es sind Dateien mit der Endung: "8bf" und keine ".dll". (Auf der anderen Seite sind GIMP plug-ins seperate Programme die die Dateiendung ".exe" haben und in einem seperaten Prozess ablaufen)

Der Gegensatz von GIMP-Plug-Ins zu den 3rd-Party-Photoshop-Plugins werden letztere keine gemeinsame Benutzeroberfläche hinzugefügt. (GIMP-Plugins verwenden GTK +, natürlich.) Dies liegt daran, daß "3rd-Party-Photoshop-Plug-Ins" in der Regel sowohl für die Windows-und Macintosh-Versionen von Photoshop zur Verfügung stehen. Typischerweise nutzt jedes Unternehmen einige einheimische oder eigene Widget-Bibliothek, sie können somit ganz anders aussehen, als wie man es von Windows oder dem GTK Look gewöhnt ist.

Windows

Das Windows Paket beinhaltet nur eine Datei: pspi.exe. Lege diese Datei in deinen GIMP plug-in Ordner, der typische Pfad ist: \Program Files\GIMP\lib\gimp\2.0\plug-ins oder bei XP: Programme\GIMP\lib\gimp\2.0\plug-ins.

Linux

Das Linux Paket beinhaltet drei Filter:

Kopiere pspi und pspi.exe.so in deinen persönlichen GIMP plug-in Ordner, der typische Pfad ist: ~/.gimp-2.6/plug-ins .

Beim Ausführen von GIMP wird eine Warnung ausgegeben "wire_read (): Fehler" Das Problem ist, das "pspi.exe.so" kann nicht direkt gestartet werden. (Das PSPI Skript funktioniert ist aber aus der GIMP Sicht ein GIMP-Plug-in.) Diese Warnung ist harmlos (GIMP ignoriert diese Datei dann einfach), aber wenn du die Fehlermeldung vermeiden willst, so verschiebe das script einfach an einen neuen Standort.

Nach dem Start von GIMP findest du es unter: Filter/Photoshop-Plug-in Settings gebe dort nun den Ordner an, wo du deine "3rd-Party-Photoshop-Plug-Ins" gespeichert hast, also (.8 bf Dateien) und die du in GIMP verwenden möchtest.

Vorzugsweise solltest du für den Anfang einen leeren Ordner für diese anlegen und die Photoshop-Plug-Ins dort hinein installieren oder kopieren. Am besten du testest einen nach dem anderen, so kannst du auch überprüfen ob jeder Filter einwandfrei läuft. Lasse dir Zeit, du brauchst nicht zu hetzen. Was nützen dir eine Unmenge an Photoshop Filter, wenn du nicht weißt was sie machen oder ob sie laufen?

Die PSPI Plug-in läuft nicht auf einem "amd64 Linux" da es eine 32 - Bit-Anwendung unter dem Wine Emulator ist und erfordert daher einige zusätzliche 32-Bit-Bibliotheken, die normalerweise nicht standardmäßig installiert sind.
Um zu überprüfen, welche Bibliotheken fehlen, sind die ldd(1) command:
ldd pspi.exe.so

Downloads

These downloads are for quite old Linux distro versions, I know. But I have not worked on PSPI for quite some time, and as far as I know these binaries should work also in newer releases of the corresponding distros.

The Windows, SUSE and Ubuntu packages are by me. The Fedora Core 5 packages are provided by Veit Wahlich <cru |at| zodia |dot| de>.

Diese Downloads sind für ganz alte Linux-Distribution Versionen, ich weiß. Aber der Autor hat geraume Zeit nicht an dem Plug-In gearbeitet. Doch die Binärdateien sollten auch auf neueren Versinonen funktionieren oder bei den entsprechenden Distributionen.

Die Windows, SUSE und Ubuntu-Pakete sind vom Autor. Die Fedora Core 5 Pakete sind von Veit Wahlich <cru |at| Zodia |dot| de> gekommen.


So das war erstmal das Installieren - in nächsten Tutorial werde ich dann eine praktische Übung zeigen, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie dieses Plug-In und die Filter in Gimp arbeiten.

Lieben Gruß

Avarra


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